Allgemeines

Die Schulsozialarbeit in der Regenbogenschule besteht seit 2012, vielfältige Erfahrungen konnten gesammelt werden. Hieraus ergibt sich eine Konzeptüberprüfung und -überarbeitung, die nun vorgelegt wird. Weiterhin stellt die Konzeption nichts Statisches dar, da sie von Entwicklungsprozessen geprägt wird.

Die Zielgruppe der Schulsozialarbeit sind alle Kinder und ihre Familien der Regenbogenschule mit ihren Besonderheiten und ihren Einzigartigkeiten.
Der Regenbogen steht an unserer Schule für die unbedingte Anerkennung und Akzeptanz von Unterschiedlichkeiten.

Unserer Schule ist bewusst, wie komplex und individuell die Entwicklung der Kinder heutzutage verläuft. Der hohe Stellenwert der Schule bei der Persönlichkeitsentwicklung ist bekannt. Soziale und emotionale Kompetenzen müssen daher in der Schule des 21. Jahrhunderts unbedingt berücksichtigt werden.

Die Schulsozialarbeit gibt mit ihren präventiven Klassentrainings Impulse für die Entwicklung der emotionalen & sozialen Kompetenzen der Kinder.

Kontaktdaten:

Christiane Joos
joosschulsozialarbeit@web.de
Tel: 0151-46146175

Telefonzeiten:

Montag – Donnerstag bis 20 Uhr
Freitag bis 14 Uhr

Die gesetzlichen Grundlagen

finden sich im SGB VIII und im Schulgesetz des Landes Schleswig- Holsteins wieder.
Folgende (falsche) Thesen tauchen immer wieder im Zusammenhang mit der Schulsozialarbeit auf:
• Schulsozialarbeit ist nur für Multiproblemfamilien zuständig.
• Schulsozialarbeit ist nur für verhaltensauffällige Kinder zuständig.
• Die Kinder werden zur Strafe in die Insel geschickt!

Es ist richtig, dass die Schulsozialarbeit ein besonderes Augenmerk auf Kinder richtet, die Verhaltens- und Entwicklungsauffälligkeiten zeigen. Sie arbeitet aber auch präventiv und Impulsgebend um Krisen und Eskalationen zu vermeiden.
Jede Familie kann in eine Krise geraten (z.B. durch Tod des Partners, Scheidung, Arbeitslosigkeit oder eine schwere Erkrankung), die sich auf das Verhalten und die Leistungsfähigkeit des Kindes auswirken. In diesen Fällen steht die Schulsozialarbeiterin als Ansprechpartner zur Verfügung. Bei einer Häufung von Problemen in einer Familie unterstützt die Schulsozialarbeiterin dahingehend, dass die Familie in weitere Hilfen übergeleitet wird.

Personen

Die Arbeit mit den Kindern wird von der Schulsozialarbeiterin Frau Christiane Joos, Kinderkrankenschwester mit Schwerpunkt Kinder- und Jugendpsychosomatik, Heilpädagogin, zertifizierte Traumapädagogin – und Fachberaterin und Mobbingberaterin des Schulverbandes Mittelangeln, der Schulassistentin Frau Ilka Sahling, Heilpädagogin, und der Pädagogischen Fachkraft aus dem „Hand in Hand Übergangsprojekt“ Frau Bettina Reiber, Erzieherin, gestaltet.

Ziele

1) Besondere Aufmerksamkeit auf das Kindeswohl
2) Prävention & Koedukation
• Stärkung der sozialen & emotionalen Kompetenzen,
3) Inklusive, präventive nachhaltige Arbeit mit den Schülern im Klassenverband
• Gewalt-/Mobbingprävention
• Soziales Klassentraining:
Schwerpunkte:
unbedingte Anerkennung von Unterschiedlichkeit,
Demokratieverständnis,
Persönlichkeitsentwicklu#8df96c00b050ng,
• Achtsamkeitstraining, angelehnt an Jon Kabat-Zinn
4) Vermeidung von Stigmatisierungen

Klassen-und Teamtrainings nach unterschiedlichen Schwerpunkten und Bedarfen:

1. Soziales Klassentraining in allen 1. Klassen 2. Halbjahr:
10x, fest installiert – Förderung der sozialen und emotionalen Kompetenzen
2. Gruppenfindung
3. Persönlichkeitsentwicklung
4. Faires Kämpfen
5. Mobbingprävention/Deeskalationstraining (3. /4. Klassen)
6. Rollenbilder: Mädchen – und Jungengruppen
7. Cool bleiben
8. Konzentration & Aufmerksamkeit
9. Mobbingintervention: „ No Blame Approach“
Gefühle
Kooperation
Persönliche Grenzen
Aufeinander Hören
„Ziggi zeigt Zähne“
Gemeinsam als Team
Mut
Achtsamkeitstraining
Seit Beginn des Kalenderjahres 2018 ist Achtsamkeitstraining, angelehnt an die Haltung von Jon Kabat-Zinn, der losgelöst vom dem spirituellen Überbau der fernöstlichen Meditationsriten in den 70er Jahren ein Trainingsprogramm gegen Stress entwickelte: MBSR – Mindfulness -Based Stress Reduction-, ein fester Bestandteil jedes Klassentrainings.
Auch Kinder benötigen in einer immer schneller werdenden Zeit der ständigen Reizüberflutungen und Anforderungen, Techniken der Entspannung und des Energietankens – Inseln der Ruhe und der eigenen Körperwahrnehmung.

Das deutsche Wort Achtsamkeit beschreibt diesen Moment des Wahrnehmens, des Jetzt nur unzureichend.
Das englische Wort „mindfulness“, wobei „mind“ im asiatischen Sprachgebrauch Geist und Herz beinhaltet, beschreibt unsere Haltung treffender.

Stille finden…
Wir möchten den Geist/Verstand und das Herz/Gefühl der Kinder stärken
Hinterer Spielplatz

Die Schulsozialarbeit findet in den gesamten Räumen der Regenbogenschule statt: In den Klassenzimmern ebenso wie in der Turnhalle, in den Fluren, auf dem Schulhof in den Pausen, im Schulgarten, im Elternsprechzimmer und in der sogenannten INSEL.

Der Inselraum ist ein ehemaliges Klassenzimmer, das eingeteilt wurde in Funktionsbereich z.B. Lernbereich, Ruhebereich, Spielraum, Malen, Kneten, Bauen, usw.

Hinterer Schulhof
Inselraum
Übergang vorderer /hinterer Schulhof

Betreute Pausen

Während der ersten großen Pause wird im Inselraum die sogenannte “ Stille Pause“ angeboten.
Es können uns von den Lehrkräften Kinder genannt werden, die die „Stille Pause“ benötigen. Die Kinder können dort spielen, malen, kneten, reden und frühstücken. Zum Toben müssen die Kinder die Pause allerdings auf dem Schulhof verbringen. So hat jedes Kind die Möglichkeit die Schulsozialarbeiterin, die Schulassistentin und die Erzieherin aus der „Hand in Hand Übergangsgestaltung“ kennenzulernen und den Kontakt zu den drei Erwachsenen zu knüpfen.

Feste Gruppen

Es findet regelmäßig das Angebot von Kleingruppen statt.
Die Zielsetzung liegt hier im emotionalen-sozialen Bereich.
Die Zielsetzungen sind unterschiedlich (z.B. Abbau aggressiven Verhaltens, Aufbau des Selbstwertgefühls).
Die Gruppenstärke reicht von 3- 6 Kindern. Inhalte der Gruppenarbeit sind Kommunikationsregeln, Emotionsverständnis, Erkennen von kritischen Situationen, Problemlösungsmöglichkeiten (mit Impulskontrolle, Kontrolle negativer Emotionen).
• Stille Pause
• Einzelförderungen
• Kriseninterventionen
• Mädchen/Jungengruppen

Arbeit mit einzelnen Kindern

Die Arbeit mit den Kindern in der Insel kann unterschiedliche Ziele und Inhalte haben:

1. Bearbeiten des vorgegebenen Lehrstoffes in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Lehrkräften

2. Bei Kindern, die nicht den ganzen Schulvormittag dem Unterricht folgen können, kann eine Unterrichtsstunde in der Insel für das Kind eine Arbeitseinheit mit praktischem Handeln bedeuten. Die Schulsozialarbeit richtet sich nach den Interessen des Kindes und unterstützt diese bei der Erarbeitung ihres Themas.

3. Die Schulsozialarbeit bietet innerhalb des Schulalltags Raum bei der Erkennung und Bearbeitung von individuellen, familiären oder schulischen Problemlagen des Kindes. Die Beratung eines Kindes kann regelmäßig und geplant oder spontan stattfinden. Bei notwendiger Intervention werden gemeinsam mit den Lehrkräften, den Eltern und den Kindern geeignete Lösungswege erarbeitet. Im Rahmen der Einzelfallhilfe bietet die Schulsozialarbeit Beratungsgespräche für die Eltern/Erziehungsberechtigten an. Es werden Hilfs- und Förderangebote aufgezeigt. Gegebenenfalls stellt die Schulsozialarbeit den Kontakt zum Allgemeinen Sozialen Dienst her um die Einleitung geeigneter Jugendhilfemaßnahmen zu unterstützen.

4. Krisenintervention setzt an, wenn spontan ein Schüler im Klassenverband nicht mehr arbeitsfähig ist, weil beispielsweise ein Konflikt eskaliert. Die Kinder können nach Absprache mit den Lehrkräften in die Insel kommen. Aufenthaltsdauer und Häufigkeit variieren und richten sich nach dem individuellen Bedarf des Kindes. Die Schulsozialarbeit hat das vorrangige Ziel, dass die Kinder wieder in den Klassenverband zurückkehren können. In diesen Fällen kann die Arbeit in der Insel nicht auf Erarbeitung des Unterrichtsstoffes basieren und darf nicht als Strafmaßnahme, sondern als Hilfs- und Unterstützungsangebot für die Kinder verstanden werden. Ist das Selbstverständnis der Insel-Arbeit ein anderes, ist der Zugang zum Kind versperrt. Eine Veränderung des Verhaltens ist dann nicht möglich. Die Inselarbeit hat sozialpädagogische Aufgabenfelder. Dazu gehören:

• Beratung von Schülerinnen und Schülern (Spiegeln und Reflektieren des Verhaltens, Lösungswege in kleinen Schritten gehen, entlastende Gesprächsangebote)
• Motivation der Schüler wieder am Unterricht teilzunehmen
• Förderung der Konfliktfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit

Elternarbeit / Elternberatung

Die Schulsozialarbeiterin bietet den Eltern Erziehungsberatungsgespräche an. Das Gespräch kann von den Eltern als Angebot verstanden werden, sich mit Konflikten, Krisensituationen und Fragestellungen auseinanderzusetzen, die sie momentan nicht alleine bewältigen können. Innerfamiliäre Probleme können sehr persönlich emotional erlebt werden.
Misserfolge erzeugen ein Gefühl des Versagens in einem elementaren Bereich des menschlichen Daseins. Durch die Gespräche können die Eltern Entlastung erfahren, sie erfahren einen wertschätzenden Umgang. Vorzunehmen ist eine Zielsetzung „in kleinen Schritten“, die in ihrer Erfüllung realistisch erscheint. Die Beratung setzt an der Ausweitung, Nutzung und Wiederbelebung familiärer Ressourcen an.

Sonstige Tätigkeiten der Schulsozialarbeit

• Interdisziplinäres Arbeiten
• Initiierung von Projekten
• Kollegiale Beratung
• Dokumentation der Tätigkeiten und Stundennachweis für den Schulverband
• Teilnahme am Arbeitskreis Schulsozialarbeit
• Teilnahme an der Supervisionsgruppe für Schulsozialarbeiter des Kreises Schleswig-Flensburg
• Teilnahme an Lehrerkonferenzen
• Vorbereitung der Gruppenstunden/Klassentrainings
• Teilnahme an Fort-und Weiterbildungen
• Netzwerkarbeit
• Konzeptarbeit